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Rostgans
(Tadorna ferruginea)

Die zu den Halbgänsen zählende Rostgans bekam ihren Namen durch ihr rostfarbenes Federkleid. Wie alle Halbgänse besitzt der zwischen 1-1½ kg schwere Wasservogel sowohl Eigenschaften einer Ente als auch einer Gans. C

Ihre Verwandtschaft zu den Gänsen mag vor allem daran erkennbar sein, dass sie im Gegensatz zu den Enten eine Dauerehe führen. Anders als bei den Gänsen ist wiederum ihr Brutverhalten, denn bei den Rostgänsen brüten alleine die Weibchen die Jungen aushaweradesign

Copyright 2002 © Chawera - Rostgansweibchen
Copyright 2002 © Chawera - Rostgansweibchen

Eine Unterscheidung der Geschlechter ist nur durch den schwarzen Ring am Hals des Ganter (Männchen) und dem überwiegend weißen Kopf des Weibchens möglich. Wie bei allen Gänsen überwiegt die pflanzliche Ernährungsweise, welche an Land gefunden wird und sich vornehmlich aus Grünteilen und Samenpflanzen zusammen setzt. 

Die Vorliebe für das Land geben die Rostgänse auf, wenn sie ihren Kopf und Hals in das seichte Wasser stecken, um von der Wasseroberfläche aus Wasserpflanzen zu fressen. Dieses so genannte „Gründeln“ ist aber eher von den Enten bekannt. 

Als Lebensraum bewohnen Rostgänse vornehmlich die innerasiatischen Steppen und Wüstenzonen. Hier besiedeln sie salzhaltige, flache Seen und Lagunen. Im Altai nisten sie noch weit bis in den Höhen von 2.400 m, in Tibet werden sie erstaunlicherweise sogar bis in den Höhen von 5.000 m brütend gefunden. Dies ist wohl durch die sich dort befindlichen Quellgebiete der südostasiatischen Ströme möglich. 

Das Gelege der Rostgänse kann aus 8-11, aber auch aus bis zu 16 Eiern bestehen. Die weißen, aus einer glatten Eischale bestehenden Eier werden im Zeitraum März bis Mai ausgebrütet. Auch wenn das Ausbrüten der Eier alleinige Sache des Weibchens ist, so wacht der Ganter doch in Nestnähe, um Feinde wütend vertreiben zu können.

 Sind die Gössel nach etwa einem Monat erst einmal geschlüpft, werden sie von beiden Elterntieren zum Wasser geführt und dort aufgezogen. Der Futterplan der Kleinen unterscheidet sich von dem der Elterntiere, denn sie ernähren sich bevorzugt von Kleinstlebewesen wie Krebstieren oder Heuschrecken.

Nach der Mauser der erwachsenen Gänse verlassen die meisten Populationen im Herbst ihr Brutgebiet, um in den Süden oder Südosten Asiens zu ziehen. Im nächsten Frühjahr kehren sie zurück. Mit zwei Jahren erlangen sie die Geschlechtsreife und suchen sich dann eigene Partner. Die Lebenserwartung der Rostgans liegt bei bis zu 30 Jahren.

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Text und Fotos: Chawera
Layout: Chawera


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