Nashornleguan (Cyclura cornuta)

Zu den größten Aufsehen erregenden Echsen gehört der überwiegend aus Haiti stammende Nashornleguan.

Sein bevorzugter Lebensraum sind die Dornbuschsteppen und Kakteensavannen, in denen er als tagaktives Tier seine Verstecke in Baumhöhlen, Erdlöchern oder Felsspalten aufsucht.

Trotz seiner beachtlichen Größe von 1,20 m ist der Nashornleguan in der Lage, bei Gefahr blitzschnell sein Heil in der Flucht zu suchen, um im Dickicht zu verschwinden.

Ist ihm der Fluchtweg versperrt, so kann das ansonsten eher vorsichtige und scheue Tier mit seinem starken Kiefer kräftig zubeißen oder mit seinem massigen Schwanz gewaltige Peitschenhiebe austeilen.


Die beiden Geschlechter lassen sich vor allem durch die drei kurzen kegelartigen Nasenhörner auf dem Kopf des Männchen unterscheiden. Bei älteren Männchen bildet sich auf beiden Seiten des Hinterkopfes zusätzlich noch eine mächtige Wulst aus, was seinen Kopf noch größer und massiger und das Nashornleguanmännchen noch bedrohlicher wirken lässt. Beim jungen oder älteren Weibchen sind Hörner als auch Wulst nur andeutungsweise erkennbar.

Leguane sind vor allem für ihr beeindruckendes Balz- und Verteidigungsverhalten bekannt. Sie richten sich hoch auf ihre Beine und vollführen die heftigsten Nickbewegungen.

Ein Gelege besteht aus 15 bis 20 Eiern, aus denen nach etwa 2 Monaten die fertigen Leguanjungen schlüpfen, welche mit nahezu 30 cm und um die 50 g bereits ziemlich groß sind.


Das Gelege dieser Großechsen besteht aus genügend Eiern, um die Population zu sichern, dennoch gehört der Nashornleguan zu den von der Ausrottung bedrohten Arten. Die Gründe liegen zum einen in seiner Bejagung durch den Menschen zu Nahrungszwecken (oftmals die einzige Fleischquelle für die meist arme Bevölkerung), zum anderen durch den immer kleiner werdenden Lebensraum durch die Inselbesiedelungen. So wird es für die großen Tiere immer schwerer, ihre Nahrung zu finden, die neben Insekten vorwiegend aus Blättern und Früchten besteht.