Ameiven (Ameiva ameiva)

Die bis zu 60 cm großen, bunt gefärbten Ameiven gehören zur Familie der Teiidae (Schienenechsen).

Ihr Verbreitungsgebiet befindet sich in den tropischen und subtropischen Landstrichen Süd- und Mittelamerikas, also von Mexiko bis nach Nordargentinien.

Vereinzelt kommen sie auch auf den meisten karibischen Inseln vor. Dort bewohnen sie offene Tropenwälder, Buschsavannen und halten sich auch gerne auf Ackerland auf.


Die Ameiven sind in ihrem Lebensraum sehr geläufig und nehmen dort die Rolle der bei uns bekannten Eidechsen ein. Für beide Echsenfamilien sind die kräftig entwickelten Gliedmaßen, ihr schlanker Körperbau und ihre flinke Geschwindigkeit bei der Flucht und beim Jagen charakteristisch. Als sogenannter Streifjäger ernährt sie sich von allem, was sie erjagen kann, dazu zählen insbesondere Insekten, kleinere andere Repilienarten und nestjunge Nagetiere. Als Bodenbewohner graben die Ameiven gern in sandigen und trockenen Böden.
Sie sind tagsüber sehr aktiv und ruhen nachts.


Ameiven lassen sich sehr leicht von den bei uns bekannten Eidechsen unterscheiden. Ihr Körper ist auf grünem oder braunem Grund längsgestreift oder gefleckt, wobei sich diese Flecken in Querreihen an den Flanken und die Längsstreifung auf dem Rücken befinden.

Besonders typisch für diese Echsenart ist jedoch, dass ein breiter leuchtender Mittelstreifen nicht erst im Nacken, sondern bereits von der Nase aus verläuft.

Die Rückenschuppen sind sehr fein, wogegen die Bauchpartie von schützenden großen Schilden (sogenannte Schienen) umgeben ist. Dieser Schutz ist nicht nur gegen Feinde wichtig, sondern auch bei Kämpfen zwischen den Männchen, welche ihre Territorien vor Nebenbuhlern schützen.


Während der Paarungszeit verändert sich auch die Farbe der Männchen. Die Schuppen seiner Flanken werden in ihrer Färbung noch intensiver und die grüne Grundfärbung noch leuchtender. Die erste Geschlechtsreife erlangen die Ameiven in der Regel im zweiten Lebensjahr.

Zwischen dem 60. und 75. Tag nach der Eiablage legen die zu den Großtejus gehörenden Echsen je nach Alter und Größe zwischen 2 und 8 Eier, aus denen voll entwickelte und sofort selbstständige Jungechsen schlüpfen. Die kleinen Ameiven können bereits ein Gewicht von 10-15 Gramm und eine Größe von 23-26 cm aufweisen.

In einigen Gebieten sind die Eiablagen von der Jahreszeit abhängig, in anderen finden sie das ganze Jahr über statt.