Schnaken oder Schneider
(Tipulidae)

Die zur Familie der Tipulidae gehörenden Schnaken (allgemein auch Schneider) sind mit ca. 13.500 verschiedenen Arten weltweit verbreitet. Alleine in Mitteleuropa sind ca. 300 verschiedene Schnakenarten zu finden.

Ausgewachsene Tiere besitzen einen charakteristischen schlanken Körper, welcher von langen dünnen Beinen getragen wird. Ihre unscheinbare Farbgebung, bei der die grau-braunen Töne dominieren, machen sie zu einem Meister der Tarnung. Je nach Art können die bräunlichen Flügel eine Spannweite von 15-65 mm erreichen.


Durch die Vorliebe zur Schwarmbildung und ihre groteske Form wirken sie auf den Menschen oft gefährlich, sie können jedoch nicht stechen, sondern ernähren sich hauptsächlich von Wasser und Nektar.

Schnaken begatten sich gleich nach dem Schlüpfen. Anschließend legen die Weibchen im Flug nicht selten mehrere hundert längliche, meist schwarze Eier im Wasser, an Steinen oder Pflanzen ab. Eine Ausnahme nehmen hier die terrestrischen Arten ein, welche ihre Eier im Bodenreich ablegen. Nach dem Schlupf sind die Larven der Schnaken leicht an ihren sechs Randlappen am Hinterleib zu erkennen.


In einem Jahr durchlaufen sie vier Stadien, in denen sie bei stärkerem Auftreten Schäden an Land und Flur verursachen können. Anders als ihre Elterntiere ernähren sie sich von Gräsern, Salat, Getreide, Klee oder Wurzeln.

In Mitteleuropa verpuppen sich die Larven meist im April bis Juni, um nach 6-11 Tagen als unsere bekannte Schnake gleich nach dem Trocknen der Flügel fliegen zu können.