Pinselohrschwein oder Flusschwein (Pota mochoerus porcus)

Ihren Namen Pinselohrschwein verdanken diese Tiere den auffälligen Haarbüscheln an den Ohren. Es ist auch unter weiteren Namen bekannt, und zwar als das Rote Flußschwein oder als das afrikanische Busch-Schwein.

Das in erster Linie im westlichen und zentralen Afrika südwärts der Saharawüste lebende Wildschwein wird bis zu 80kg schwer und bis zu 75cm hoch.

Die Ohren und Beine sind schwarz. Ohrsaum, Ohrpinsel, die Oberseite des Gesichts und die Rückenstreifen sind weiß. Die Grundfärbung ihres Fells ist rötlichbraun.

Seine lange Schnauze verwendet es oft, um seine Nahrung aus dem Boden zu graben.


Beide Geschlechter haben Hauer. Diese verlängerten Eckzähne wachsen aus Ober- und Unterkiefer und schleifen sich aneinander ab. Die Männchen haben außerdem warzenartige Auswüchse des Nasenbeins unterhalb der Augen.

Pinselohrschweine sind soziale Tiere, welche in Gruppen bis zu 15 Tieren zusammen leben. Meist wird solch eine Gruppe von einem dominanten Eber angeführt, welcher ihnen vor Angreifern Schutz bieten kann. Nach einer Trächtigkeit von ca. 4 Monaten werden zwischen 2-6 Ferkel geschützt in einem hohlen Baum oder dichten Nest zur Welt gebracht.

Die ersten drei Monate haben die Ferkel noch blass-gelbe Streifen auf dunkelbraunem Fell. Junge Pinselohrschweine sind Nestflüchter und können der Mutter schon kurz nach der Geburt folgen.

Männchen und Weibchen einer Gruppe kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs, der nach zwei bis vier Monaten entwöhnt und mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif wird.


Pinselohrschweine sind nachtaktiv, tagsüber ziehen sie sich in selbstgegrabene Mulden in tiefer Vegetation zurück. Sie fressen eigentlich alles, wie zum Beispiel Gräser, Wasserpflanzen, Frucht und Aas, jedoch bevorzugen sie größtenteils unterirdische Wurzeln und Knollen. Dieses nachtaktive Wildschwein, ist ein schneller Läufer und ein außergewöhnlicher Schwimmer. Die Lebensdauer dieser Tiere beträgt in Gefangenschaft bis zu 20 Jahren.

Zur Zeit gehört das Pinselohrschwein noch nicht zu den bedrohten Tierarten, obwohl sie zum gewerblich bejagten Wild gehören. Wo Wälder abgeholzt werden, wird diese Wildschweinart immer seltener. Wo es jedoch keine natürlichen Feinde mehr gibt (Raubkatzen) entwickeln sich die Schweine langsam zu einer Plage, da sie ganze Plantagen niederwalzen.