Weißkehl-Doktorfisch (Acanthurus leucosternon)

Doktorfische oder Seebader sind typische Korallenfische und zeichnen sich besonders durch ihren von kleinen Schuppen besetzten eirunden Körper aus.
Ihren Namen als Doktorfische haben sie nicht von ungefähr, besitzen sie doch an der Seite, gleich nach der Schwanzflosse eine Art kleine „Klinge“ welche je nach Notwendigkeit ausgeklappt oder starr ist und so gut als Waffe zur Verteidigung Verwendung findet. Dieses Schneidewerkzeug ähnelt somit dem im Medizinischenbereich bekannte Skalpell – woher auch somit der Name Doktorfisch abgeleitet werden kann.

Ein besonders schöner Vertreter seiner Art ist der Weißkehl-Doktorfisch (Acanthurus leucosternon) oder auch Weißbrust-Doktorfisch genannt. Dieser lebt im Roten Meer sowie im indopazifischen Raum. Ausgewachsen kann er eine Körperlänge von bis zu 30 cm erreichen, was gerade seiner wunderschönen Körperfarbe eine schöne Leuchtkraft verleiht. Besonders ist auch, wenn Gefahr droht, kann er seine Farbe wechseln. Dies lässt so manchen Neuling bei der Aquaristik vermuten, es handele sich hier um unterschiedliche Arten.


Seinen Namen „Weißkehl-Doktorfisch“ erhält er vor allem durch sein weißes Band, welches seine Kehle wie ein Band einrahmt. Seine auch im Alter nicht verblassenden intensiven blauen Körperfärbung, umrandet von leuchtend gelben Rückenflossen, machen ihn zu einem beliebtesten Aquariumfisch.

Weißkehl-Doktorfische besitzen einen hohen, seitlich abgeflachten Körper, der für manchen Betrachter sehr platt erscheinen mag. Seine Kopfform ist an der Stirn konvex und wird zum Maul hin konkav. Sein Maul mit seinen kleinen vorgewölbten Lippen erinnert ein wenig an einen Kussmund.

Die Afterflosse, die Schwanzflosse und die Brustflossen sind bläulich getönt. Der Kopf des Weißkehl-Doktorfisches ist schwarz. Außerdem besitzt er einen weißen Kehlfleck, der bei Erregung heller wird.


Von Natur aus schwimmen sie gerne in einem Schwarm mit, doch es sollten keine Artgenossen darunter sein, denn die Tiere sind sehr aggressiv und können gar als streitsüchtig angesehen werden, was sich nur in der Paarungszeit ändert.

Mit einem Imponiergehabe schwimmen Männchen und Weibchen mit aufgestellten Rücken- und Afterflossen nebeneinander her. Männchen und Weibchen schwimmen dabei parallel. Dabei wird zeitgleich vom jeweiligen Paar Samen bzw. Eier ins Wasser abgelegt und befruchtet.

Foto: Weißkehl Doktorfische beim Paarungsverhalten