Molukken-Kardinalfisch (Pterapogon kauderni)

Der Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni), auch Molukken-Kardinalbarsch genannt, lebt nur in einem sehr kleinen Gebiet östlich der indonesischen Insel Sulawesi im flachen Meer.

Die Molukken-Kardinalfische sind farblich gemischt mit Silber und weißen Farbtönen, wobei die meisten von ihnen jedoch gelb-schwarz und silbrig sind. Ausgewachsen kann er bis zu 8cm groß werden.

Erst seit einigen Jahren erfreut sich der Molukken-Kardinalfisch einer immer gößeren Beliebtheit bei Aquarienfreunden. Ein Grund ist in der leichten Zucht dieser Fische zu finden, zumal die Beobachtung der Brutpflege des Maulbrüters recht interessant ist.


Die Balz geht vom Weibchen aus und da die Männchen als maulbrütender Elternteil für den Nachwuchs zuständig sind, müssen sie erst zum Laichen überredet werden. Dazu schwimmt das Weibchen ständig unter dem Schwanz des Männchens hindurch, was sogar in wenigen Stunden einige hundert Male geschehen kann. Wenn dann das Männchen mit der Partnerwahl einverstanden ist, dauert das ablaichen nur einige wenige Sekunden. Als Belohnung findet anschließend noch eine weitere Balz statt, welche sich bis zu eine halbe Stunde hinziehen kann.Schön zu beobachten ist hier das umschwimmen beider Partner welche sich zitternd zueinander drehen.
Ein Gelege besteht nur aus 5-25 organgenen Eiern von nur wenigen Millimetern welche vom Männchen im Maul herumgetragen werden. Während dieser Zeit wird das fressen eingestellt, bis nach ca. 25 Tagen die fertigen Jungfische aus den Eiern schlüpfen. Die Jungfische haben somit keine Larvenphase, was bei den Kardinalbarschen und fast allen anderen Korallenfischen einmalig ist. Nach dem Schlupf kümmern sich die Fische nicht mehr um den Nachwuchs der dann auf sich alleine gestellt ist und zwischen Seeigeln und Anemonen Schutz vor Fressfeinden sucht.


In der Natur finden sich größere Gruppen von bis zu 500 Tieren zusammen, wobei es sich bei den meisten wohl um Jungtiere ab einem Alter von einem halben Jahr handelt. Im Normalfall sind die Gruppen deutlich kleiner, meist um die +- 20 Tiere. Ruderfußkrebse gehören zu ihrem beliebtesten Speiseplan, aber auch Meerasseln und Eier und Larven anderer Tiere werden nicht verschmäht. Die großen Augen der Molukken-Kardinalfische machen deutlich, das es sich um dämmerungsaktive Tiere handelt.

Als Feinde lassen sich nicht nur die natürlichen Fressfeinde wie Feuerfische, Muränen oder Steinfische nennen, sondern auch der Mensch - jedoch nicht da der Molukken-Kardinalfisch auf seinem Speiseplan steht.

Er ist inzwischen durch den Lebendfischfang für aquaristische Zwecke gefährdet. Erstmals wurden sie 2007 von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der „Roten Liste 2007“ erfasst