Mandarinfisch (Synchiropus splendidus)

Der im Westpazifik, von Ostaustralien bis zu den Philippinen beheimatete Mandarinfisch fällt allein schon wegen seiner phantastischen Körperzeichnung auf.

Dieser nur bis zu 10 cm große Fisch besitzt blau-orange-grün verschlungene Linien und Farben auf einem sonst goldfarbenen Körper. Selbst die darunter liegende zweiteilige Rückenflosse weist eine ähnliche blau gesäumte Farbgebung auf. Den mit einem Dorn versehenen Kiemendeckel ziert ein goldener Punkt.

Die Geschlechter des Mandarainfisches lassen sich leicht erkennen, denn das etwas größere Männchen hat auf der vorderen Rückenflosse längere Strahlen sowie eine allgemein ausgeprägtere Beflossung.

Foto: Männchen des Mandarinfisch


Der Lebensraum dieser zu den Leierfischen zählenden Fischart sind die natürlichen Sandflächen der Korallenriffe. Hier, in 1-18 Metern Tiefe leben sie einzeln oder paarweise auf schlickigen Böden in flachen, geschützten Lagunen. Zum Schlafen oder zum Ruhen ziehen sich die Leierfische gerne in ihre schützenden Felsverstecke zurück.

Aufgrund des engen "Kussmaules" besitzen die Tiere ein eher kleines Nahrungsangebot, zu dem Kleinstlebewesen wie Krebstierchen oder Borstenwürmer gehören, welche sie am Boden auffinden.

Die Männchen erweisen sich zuweilen als recht aggressiv, wenn es darum geht, ihr Revier vor Nebenbuhlern zu schützen. Hier kann es vorkommen, das sich zwei Kontrahenten bis zum Tode bekämpfen. Meist halten sich aber alle Fische an eine Art Rangordnung indem die kleineren Männchen den größeren einfach aus dem Wege gehen.


Die Paarungsrituale der Mandarinfische werden in einer ausgeprägten Balz abgehalten. Kurz bevor die Sonne untergeht, versammeln sich alle paarungswilligen Fische (Männchen/Weibchen) an ihrem traditionellen Paarungsort. Das ranghöchste und somit stärkste Männchen zeigt sich allen Weibchen bis das eine oder andere zu ihm stößt. Gemeinsam schwimmen sie nach oben, weg von den anderen, um dort gleichzeitig Eier und Samen ins Wasser abzugeben. Die Eier treiben nach der Ablage zur Wasseroberfläche. Nach 7-10 Tagen erfolgt das Schlüpfen der Jungtiere.

Dem Mandarinfisch, vor allem dem Männchen, kann seine Schönheit zum Verhängnis werden. Denn gerade diese macht ihn als Aquarienfisch attraktiv. Da die Pflege dieser Fische im Aquarium nicht einfach ist, da sie Lebendfutter in größeren Mengen benötigen jedoch Gefrier-/Trockenfutter sehr ungern fressen, überleben sie in Gefangenschaft leider nicht lange. So muss Nachschub in freier Wildbahn gefangen werden was zur Zeit noch kein Problem darstellt, es aber in Naher Zukunft zu einem werden lassen könnte.

Foto: Weibchen des Mandarinfisches