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Wechselkröte (Bufo viridis) 

Die Wechselkröte ist eine robuste Krötenart, die in mehreren Unterarten in Nordafrika, Süd-, Ost- und Mitteleuropa, Südrussland, Mittelasien und sogar im Himalaya bis in Höhen von über 4000 Metern vorkommt. 
Bei uns, in Mitteleuropa, lebt die Unterart Bufo viridis viridis meist in kiesigen Flusstälern wie den Donau-, Inn- oder Isarauen. Aber auch in Teichen, Biotopen und Kiesgruben fühlt sich die nachtaktive Wechselkröte wohl. 
Sie bevorzugt als Lebensraum Gebiete um kiesige oder lehmige Gewässer mit wenig Pflanzenbewuchs. Die erwachsenen Tiere benötigen warme und auch trockene Flächen, um sich wohl zu fühlen. 

Wechselkröten können bis zu 9 Jahre alt werden. Sie sind sehr nützliche Schädlingsbekämpfer, denn sie ernähren sich hauptsächlich von Nacktschnecken und Insekten. Aber auch Würmer, Käfer und Maden zählen zu ihrer Beute. Jungkröten nehmen Blattläuse, Milben und ebenfalls Insekten zu sich. Während der Häutung findet keine Nahrungsaufnahme statt.
 

Doch auch die Wechselkröte hat Feinde. Störche, Reiher, Enten und andere Vögel ergänzen ihren Speiseplan gerne durch Kröten. 

Die Kaulquappen der Wechselkröte werden zudem von Fischen, Libellen und Wasserkäfern verzehrt. 

Als Abwehrverhalten kann die Wechselkröte ein weißliches, übel riechendes Hautsekret absondern und laute Abwehrrufe ausstoßen. 

Die meisten bei uns heimischen Amphibien sind leider stark vom Artenschwund betroffen. Dies ist hauptsächlich durch die zunehmende Flächenbewirtschaftung, aber auch durch Umweltschadstoffe begründet. Laut Roter Liste für Deutschland wurde die Wechselkröte in die Gefährdungskategorie 2 (stark gefährdet) eingestuft.

Die Geschlechtsreife tritt nach der dritten Überwinterung ein. Der Balzruf der Wechselkröte ist ein melodisches Trillern und besteht aus längeren an- und abschwellenden Tönen. Die Wechselkröte laicht bevorzugt in warmen flachen Gewässern, wo leider die Gefahr besteht, dass diese Tümpel austrocknen. 

Im Oktober/November gräbt sich die Wechselkröte zur Überwinterung in lehmigem oder kiesigem, trockenem Untergrund ein und erwacht erst wieder im Frühjahr, wenn die Temperaturen ansteigen.

Außer ihren natürlichen Feinden werden sie, wie andere Krötenarten auch, jedes Jahr zur Laichzeit millionenfach auf unseren Straßen überfahren. Bitte beachten Sie im Frühjahr die aufgestellten Krötenschilder und fahren Sie langsam durch diese Gebiete, besonders bei Dunkelheit und bei Regen.

ff

Steckbrief

Größeetwa 5 bis 9 Zentimeter
AussehenKann regional sehr unterschiedlich sein:
Grünes Fleckenmuster auf hellem Untergrund, warzenartige Haut, evtl. rötliche Punkte über den Körper verteilt. Männchen sind meist dunkler und kleiner.
Die Larven haben eine auffallende metallische Bauchseite.
BalzzeitApril bis Juni
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Copyright 06/2003 © Tierwissen.de
Text und Fotos: Kim
Layout: Chawera



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